#5 Die anspruchsvolle Phase ist nicht der Projektstart,

Shownotes

Transformation lebt von Beziehungen. Aber genau das macht sie manchmal kompliziert.

In dieser Folge sprechen Sarah und Carmen über eine Herausforderung, über die selten offen gesprochen wird: Wie nah darf man als Berater in Transformationsprojekten eigentlich an Teams herankommen – ohne selbst Teil des Systems zu werden?

Denn echte Wirksamkeit entsteht nur durch Vertrauen, Nähe und Verständnis. Gleichzeitig braucht es genau die Außenperspektive, die Dinge hinterfragt, Spannungen sichtbar macht und nicht automatisch Partei ergreift. Ein Balanceakt zwischen Zugehörigkeit und Neutralität. In dieser Folge geht es unter anderem darum:

• warum Nähe in Veränderungsprozessen gleichzeitig Stärke und Risiko ist • woran man merkt, dass man zu sehr Teil eines Systems geworden ist • weshalb externe Perspektiven so wichtig bleiben • wie sich „Lagerdenken“ in Unternehmen entwickelt • warum Loslassen genauso wichtig ist wie Begleiten • und weshalb nachhaltige Transformation nicht von Abhängigkeit leben darf

Sarah und Carmen sprechen dabei sehr persönlich über Projektenden, emotionale Bindung, Verantwortung – und die Kunst, wirksam zu sein, ohne unersetzbar werden zu wollen.

🎙 Eine ehrliche Folge über Beziehung, Zugehörigkeit und die Frage, wie man Menschen begleitet, ohne ihre Verantwortung zu übernehmen.

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallo liebe Carmen, hallo liebe

00:00:10: Sara.

00:00:12: Happy Monday!

00:00:13: Ich freue mich total, dass wir es heute wieder schaffen.

00:00:16: Ja, wir haben jetzt ein paar mal ausgesetzt ne?

00:00:20: Ja, ja schander auf unser Haupt aber wir wollen das auch ordentlich machen und nicht einfach über irgendwas sprechen.

00:00:26: somit ist das glaube ich okay.

00:00:28: Ich habe ein cooles Thema was auf jeden Fall zu besprechen ist und was ein Telefonat eigentlich im Auto, eine mindestens eine Strecke von Hamburg nach Frankfurt füllen könnte.

00:00:44: Aber wir bringen das kurz auf den Punkt und zwar ich weiß dir es ja auch schon mal so gegangen Wir sind ja immer die externen also wir sind ja nie so richtig Teil eines Teams, also der E-Jahr Team Retail Excellence.

00:01:00: Aber wir in unserer Rolle, in unseren Transformationsprojekten sind ja immer die neutrale Instanz.

00:01:08: Sollten wir sein?

00:01:09: Ja,

00:01:09: sollten wir zumindest sein.

00:01:10: genau und ich habe darüber nachgedacht weil ich hab auch dieses Jahr die Situation sehr wahrscheinlich das ein Projekt zu Ende geht und dass es einerseits ist Spektakulär, weil ich sehr überzeugt davon bin.

00:01:26: Dass die alleine super zurechtkommen werden und dass das Thema was wir gestartet haben lebt und sich weiterentwickelt vor dem Hintergrund voller Erfolg.

00:01:36: aber gleichzeitig ist es auch ein bisschen schade und traurig auf einer persönlichen Ebene, wenn man sich daran kennt und sich irgendwie lieb gewonnen hat auf eine Art.

00:01:48: Und dann dachte ich Eigentlich ist das aber auch immer ein bisschen unsere Herausforderung, diese neutrale Instanz zu bleiben.

00:01:57: Also und häufig denkt man ja irgendwie die spannende schwierige Phase ist der Projekt Anfang wo man eben noch sich nicht kennt und dann wird man angeguckt und skeptisch und nicht alle sind Fan von dem Thema und tja man muss sich da dann irgendwie reinfinden.

00:02:16: Aber das ist eigentlich inhaltlich gar nicht die herausfordernde Stelle, sondern wenn man Teil des Systems wird und plötzlich Kollege

00:02:24: ist.

00:02:24: Was man eigentlich ja vermeiden möchte wirklich Teil des Teams zu werden.

00:02:28: also das ist ja so die große Herausforderung oder eine der größten Herausforderungen wahrscheinlich in unserem Job.

00:02:35: Die Balance zu halten zwischen nah genug dran zu sein um wirksam sein zu können und auf der anderen Seite aber eben auch nicht so nah dran zu sein, dass man wirklich teidesystems wird um die Außenperspektive behalten zu können.

00:02:49: Ja total!

00:02:50: Wie gelingt dir das?

00:02:51: Also wie machst du das?

00:02:53: Ich glaube dafür muss man ein bisschen schauen.

00:02:56: woran liegt es eigentlich dass man teidessystems wird?

00:02:59: also das habe ich mich schon häufiger gefragt.

00:03:02: ich glaube das ist ja zum einen dass man natürlich durch die Zeit, durch viele intensive Phasen mit den Teams geht und das dadurch natürlich eine Verbindung entsteht.

00:03:15: Und je tiefer man quasi die Hintergründe der Menschen versteht und die Perspektiven versteht umso eher passiert ist dass man gewisse Dinge nicht mehr hinterfragt.

00:03:29: ich glaube das ist so ein Grund oder Eine Sache, an der man merkt ich werde geradezu sehr Teil des Teams.

00:03:37: Also wenn wir jetzt in so ein Unternehmen kommen dann sehen wir ja meistens relativ schnell was in diesem System normal geworden ist also unausgesprachene Konflikte die aber irgendwie jeder kennt und die man aber nicht mehr anspricht zum Beispiel oder widersprüchliche Rollen etc.

00:03:57: Ja.

00:03:58: Und ich glaube, das ist so ein Wahnsignal wenn man mit der Zeit sich darüber nicht mehr wundert sondern sagt ja das ist halt hier so und man quasi anfängt das zu verteidigen also die gleichen Punkte nutzt um sie zu argumentieren.

00:04:18: Ich glaube daran merkt man so ein bisschen dass man Teil des Systems geworden ist

00:04:22: oder solidarisiert sich.

00:04:24: Woran merkst du das bei dir?

00:04:26: Hattest du das schon mal, dass du gedacht hast, ah jetzt verteidige ich gerade das System und bringe zu wenig Außenperspektive ein?

00:04:35: Ja!

00:04:35: Ich glaube es passiert immer wieder im ersten Impuls.

00:04:39: Das ist auch immer so ein Balanceakt.

00:04:43: Wirkliche Wirksamkeit kriegst du ja auch dann nur wenn du Nähe zulässt.

00:04:48: also weiß ich nicht, Organisationseinheit XY verstehst und weißt warum die das jetzt so kacke finden.

00:04:58: Und weißt, warum sie sich da wären oder weißt wovor die sich sorgen?

00:05:03: Das geht ja nur dann wenn du das wirklich fühlst und sagst Ja, ich verstehe

00:05:09: das!

00:05:10: Gleichzeitig musst du dich dann da wieder abreisen und dich genau in die Perspektive beispielsweise der anderen Seite begeben.

00:05:19: Also ich weiß auch nicht, ich glaube das passiert immer mal wieder und ich glaube es ist okay so lange und es gelingt mir dann wenn wir sprechen du kennst die überhaupt nicht oder unsere anderen Kollegen wissen gar nicht was da gerade Phase ist und haben diese Emotionalität dazu und dann kann man sich natürlich kann man diese Emotionen neutralisieren und wieder eine andere Perspektive viel leichter einnehmen.

00:05:49: Ich glaube, das ist aber auch so ein Resilienz-Ding, ne?

00:05:52: So einen Muskel den man übt sich einlassen, aber auch wieder loslassen.

00:05:56: Wenn man weiß dass es so ist dann muss man das irgendwie aktiv von sich verlangen.

00:06:02: Aber das ist echt schwer!

00:06:04: Ja, bei mir geht es genauso.

00:06:05: Mir hilft das auch wenn wir uns beispielsweise darüber austauschen oder auch wenn ich abends einfach nach Hause komme mein Mann davon erzähle und er hat ja diese Außenperspektive und er mich dann auch manchmal wieder so zurückholt und mich daran erinnert was eigentlich meine Rolle darin ist.

00:06:23: Und wenn man hier häufiger Mann das macht umso mehr gelingt es einem Jahr selbst dann dass auch zu reflektieren und immer wieder sich bewusst zu machen.

00:06:33: Ich finde, gerade wenn es so auf das Ende eines Projektes hingeht.

00:06:38: Genau das was du beschreibst – man weiß ja dass nicht unsere Rolle ist für immer gebraucht zu werden.

00:06:45: und trotzdem fühlt sich das komisch an, wenn man die Teams durch eine lange Zeit begleitet hat weil wir ja nicht nur fachlich begleiten sondern auch menschlich Dann gehört es ja auf der einen Seite auch dazu, zu wissen wann der Punkt ist an dem sie alleine weiterlaufen können und auf der anderen Seite bedeutet das ja dann auch ein Stück weit loszulassen.

00:07:10: Ja, total!

00:07:11: Ich habe gerade gedacht dass es ja auch eine Challenge.

00:07:15: jeder egal in welcher Rolle hat glaube ich so'n Urbedürfnis von Zugehörigkeit also... Wirksamkeit hast du über Beziehung irgendwie, dass du ... Du kennst deine Projektleiter.

00:07:30: Du kennest dein Team.

00:07:31: Du kannst die Challenge.

00:07:32: Du kennst die Kultur und die Historie.

00:07:35: Das ist ... Du kannst dazu eine gute Beziehungen aufbauen in der du dann wirksam werden kannst.

00:07:42: Was aber passiert ist, das ist rein menschlich.

00:07:45: Währenddessen, während du dir alle so gut kennenlernst, baust du ne Form von Zugehörigkeit auf?

00:07:51: Ganz natürlich, Menschen gewöhnen sich aneinander.

00:07:54: Man haben immer, weiß ich nicht, Donnerstag-Projekttag ... Immer gehen wir zusammen auch in die Kantine.

00:08:01: Immer erzählen wir voneinander.

00:08:04: Interessieren uns füreinand das Gehakt total dazu?

00:08:06: Ja und es ist ja auch nicht nur projektbezogen über das man sich unterhält.

00:08:10: Nein,

00:08:11: das geht nicht.

00:08:13: Und dann was halt gefährlich ist oder was heißt gefährlich?

00:08:17: Gefährlich ist unser Job glaube ich nicht aber... im Sinne der inhaltlichen Transformation nicht passieren sollte ist, dass du dich politisch anpasst.

00:08:28: Also unternehmenspolitisch weiß ich nicht wie es dir geht aber das du dich dann hin und wieder mal dazu auch mental hinreißen lässt Lager zu beziehen.

00:08:39: Ja total.

00:08:43: Also ich glaube das gibt es in jedem Unternehmen da sich so lager bilden die da oben die Führungskräfte oder die Zentrale, die wissen noch gar nicht wie es in den Filialen ist und andersherum genauso.

00:08:58: Das ist auf jeden Fall auch ein Wahnsignal an dem man merkt ich lasse mich geradezu sehr in die Logik des Unternehmens reinziehen wenn sich da Stellungen für eine bestimmte Perspektive Einnehme und eben nicht mehr Übersetzerin bin für eine Perspektive, sondern selbst Teil davon.

00:09:18: Und auch das ist dann wieder eine vermeintliche Ausrede.

00:09:23: für Themen die man aber vielleicht selbst anfängt zu übernehmen sollte man drauf an.

00:09:30: Kenne ich von mir selbst ja.

00:09:32: Ich

00:09:34: hatte das in der letzten Zeit letzte vorletzte Woche.

00:09:37: irgendwann ging es wieder darum, ein Meeting vorzubereiten.

00:09:42: Und was wir gerne tun ist Standpunkt der anderen oder Standpunkt aller Anwesenden irgendwie mit einzubeziehen ne?

00:09:48: Also eine Stakeholder-Map Light sozusagen und die kritischen Punkte zu nennen, die wohl in den Köpfen der Anderen so rum warbern.

00:10:01: Das ist immer wieder herrlich.

00:10:02: das hilft mir um auf eine humorvolle Art und Weise sicherzustellen, das mindestens mal ich.

00:10:10: Aber bestenfalls alle die Perspektive der anderen mit einbeziehen.

00:10:14: und wenn es dir dann gelingt eben im O-Ton irgendwelche Perspektiven zu nennen, die dann weiß ich nicht geht er gerade immer überall um KI und um Apps usw.

00:10:25: Zu sagen ja... Die Idioten denken die mit einer weiteren App lösen sie unser Problem außer Verzeichen.

00:10:32: Dann bringt es sofort wieder die Erinnerung wach und alle sagen, ja.

00:10:36: Stimmt wahrscheinlich.

00:10:38: Genauso würde sie das leider auch sagen, die Person.

00:10:43: Und da ist wahrscheinlich auch was dran, wenn wir alle sicher sind, dass sie das so bringen würde und denkt, was würde denn dafür sprechen?

00:10:51: Warum müssen wir uns jetzt darauf vorbereiten, dass das kommt?

00:10:54: Warum sind wir uns eigentlich so sicher, dass immer noch der richtige Weg ist?

00:10:58: Sind wir das gut so aber ... Nicht einfach losgaloppieren.

00:11:03: Solche Methoden helfen dann tatsächlich ganz banal, aber trotzdem ist es immer wieder spannend.

00:11:10: Ihr habt ja gerade auch die Situation mit vielen verschiedenen Bereichen in regelmäßigen Abständen, also dass ihr durchrotiert oder nicht immer in einem inhaltlichen Thema bleibt, Ja, das ist glaube ich dann ganz hilfreich.

00:11:24: Aber wenn du Projektarbeit in einem konstanten Team und im konstanten Thema mit dem konstanten Transformationsauftrag hast?

00:11:33: Das ist schon Arbeit, stelle ich fest.

00:11:36: Finde ich auch.

00:11:37: ja also das kenne ich ja auch.

00:11:39: wie gesagt man baut so eine Verbindung zu den Menschen auf und dann entstehen hier auch zum Beispiel so Insider mit bestimmten Menschen mit bestimmte Situationen Und deswegen lässt es sich, glaube ich auch nicht vermeiden dass man sich auch als Teil des Teams fühlt.

00:11:59: und das genau wie du anfangs auch gesagt hast.

00:12:01: Das ist ja auch ganz menschlich, dass wir so ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl auch gerne entwickeln möchten und dann immer wieder diese Außenperspektive aber einzubringen und sich auch immer wieder klar zu machen was ist eigentlich meine Rolle darin?

00:12:16: Ja!

00:12:17: Das macht es manchmal schwierig.

00:12:19: gibt es was Sarah wo du sagen würdest Gerade wenn es darum geht, ein Projekt geht jetzt zu Ende.

00:12:25: Was dir dabei hilft das abzuschließen oder?

00:12:30: Ja also es hilft mir total zu wissen und das ist ja etwas wo du dann wie du vorhin sagtest auch sowieso die ganze Zeit darauf hin arbeitest zu wissen dass wenn du gehst dass das Thema voranschreitet, also dass es weitergeht.

00:12:46: Das wäre noch schrecklicher, dass aus Loyalität ein Thema am Leben gehalten wird weil man sich inzwischen so mag oder solche Dinge passiert bestimmt auch.

00:12:55: aber das wäre schrecklich wenn ich das nicht wüsste dass der ganze Aufwand, den es auch für die Organisation bedeutet hat nix nutzt.

00:13:04: Dann ist das ein guter Preis.

00:13:05: Wenn es dann wieder verpufft wird und trotzdem fragt man sich ja, läuft es weiter?

00:13:10: Treiben die Führungskräfte tatsächlich weiter?

00:13:16: ist uns dann stückweit auch leichter zu machen, macht es Sinn wenn man diese Wirksamkeit für sich selbst mal transparent macht und vielleicht sogar mit dem Team gemeinsam überlegt.

00:13:27: Was haben wir eigentlich in der Zeit geschafft?

00:13:29: Und sich dann auch bewusst zu machen dass das ja nicht unsere Rolle ist, dass wir immer für das gesamte System verantwortlich sind sondern dass wir eben unseren Beitrag geleistet haben und wir uns jetzt rausziehen und die Verantwortung an die Personen übergeben wo sie auch hingehört.

00:13:48: Ja, stimmt!

00:13:49: Das passiert ja auch gerne, ne?

00:13:51: Also wenn es einem gelingt... Ich bin die neutrale Transformationspersonen, die uns immer wieder alle anschubst.

00:13:59: Kennst du glaube ich auch,

00:14:00: dass

00:14:01: du dann die Person bist, die angeguckt wird.

00:14:04: Wie gehst du damit um das von dir abperlen zu lassen?

00:14:09: Also das ist ähnlich wie deine Anfangsfrage.

00:14:15: Ich bin ja aktuell in einem Projekt mit Chantal.

00:14:18: Und Chantal ist da totale Künstlerin drin, zu sagen den Schuh ziehe ich mir jetzt nicht an und ich gehe mit dem Ball zurück.

00:14:28: Durch sie habe ich das wirklich ein Stück weit mehr gelernt die Verantwortung wirklich wieder zurückzuspielen.

00:14:34: Wenn mir Fragen gestellt werden, die Sie auch beantworten können, die Frage wirklich dann auch in das Team wieder zurückzugeben und da knallhart zu sein.

00:14:43: aber Ich lasse mich schnell auch dazu hinreißen, die Themen dann auch wieder für mich anzunehmen.

00:14:51: Ja wenn man helfen kann ist es ja auch irgendwie zufriedenstellend das dann so tun?

00:14:57: Ja total!

00:14:59: Also man wird hier auch gerne gebraucht muss man ja auch sagen.

00:15:04: Man ist ja gerne auch wirksam in seiner Rolle Und häufig verwechselt man das, dass man denkt Wirksamkeit bedeutet automatisch ich muss es lösen.

00:15:14: Aber darum geht es ja nicht.

00:15:15: Es geht ja darum, dass wir die Organisation und die Menschen befähigen langfristig diese Themen lösen zu können.

00:15:22: Genau!

00:15:22: Das ist ja so ein bisschen diese Abhängigkeit der schlechte Ruf der Beratung die eigentlich Abhängigkeit erzeugt, was den Beratern vorauseilt.

00:15:32: Das ist genau eben nicht Nachhaltigkeit oder nachhaltige Transformation und an der Stelle immer auf Beziehung und Interaktion aufgebaut.

00:15:43: Und das ändert sich jeden Tag von Woche zu Woche.

00:15:45: Es sind irgendwelche Situationen im Unternehmen, die wir auch nicht vorhersehen können weder inhaltlich noch wie wir damit umgehen werden also wir TE und auch nicht unser Kunde.

00:15:56: Und das ist gleichzeitig ja die viel schwierigere, also systemisch schwierigere Aufgabe als einfach sicherzustellen.

00:16:04: Ich bin diejenige Instanz, die die Dinge für euch tut.

00:16:07: ihr braucht euch auch nicht zu kümmern und wenn wir weg sind mal gucken.

00:16:11: Ihr habt sehr lange genug Beobachtung.

00:16:12: Gucken wir mal wie es dann weitergeht.

00:16:16: Genau das ist eben nicht unser Anspruch.

00:16:19: Und ich glaube aber auch so wie jetzt erlebe ist das möglicherweise auch der Grund, warum unser Netzwerk aus so vielen Personen besteht.

00:16:28: Die mal in der Vergangenheit in unserem Projektteam waren also mit denen wir schon seit Jahren jetzt gar nicht mehr arbeiten sondern einfach die Verbindung halten

00:16:39: weil man

00:16:39: sich auch noch gut und gerne in die Augen schaut

00:16:44: Ja, also gerade nach Projektende das bedeutet ja nicht dass man sich nie wieder sieht oder nie wieder hört.

00:16:49: Oder dass man nicht mal fragen kann Mensch wie läuft es denn weiter?

00:16:53: Sondern man kann ja den Kontakt trotzdem behalten

00:16:57: Und das ist ein bisschen Unterschied unserer Rolle.

00:16:59: Man könnte ja sonst sagen, es fühlt sich jedes Mal an wie den Job zu wechseln oder zu kündigen wenn ein Projekt zu Ende ist.

00:17:06: Es wäre ja irgendwie sehr endlich und traurig sozusagen.

00:17:11: aber unsere Beziehung ist nur weniger intensiv.

00:17:14: sozusagen wir arbeiten gerade nicht im selben Teams Kanal miteinander oder gehen jetzt die nächsten Jahre nicht zusammen in die Kantine aber der Kontakt bleibt.

00:17:26: Und der darf auch bleiben, genau.

00:17:27: Unbedingt!

00:17:28: Das wäre

00:17:28: sonst wirklich

00:17:29: traurig.

00:17:30: Ja also nach wie vor spannendes Thema und herausfordernde Aufgabe.

00:17:36: mal wieder für uns in unserer Rolle, auch für die Unternehmen das irgendwie zu verstehen immer wieder und sich nicht so wundern und sagen höh?

00:17:44: Wieso ergreifst du jetzt nicht Partei für uns?

00:17:46: Richtig richtig!

00:17:47: Was läuft mit

00:17:49: dir?!

00:17:50: Du

00:17:50: bist doch jetzt Teil meines Teams.

00:17:52: Genau

00:17:55: Ja, cool.

00:17:56: Danke für den Austausch!

00:17:58: Ja, Dito.

00:17:59: Dann...

00:18:00: Hören wir uns in zwei Wochen diesmal wirklich oder?

00:18:02: Ja genau, machen wir.

00:18:04: Gehen zu unserem alten Rhythmus zurück.

00:18:06: Ja definitiv.

00:18:07: Dann macht es gut liebe Carmen.

00:18:09: Ja ebenso Sarah ist bald.

00:18:12: Tschüssi.

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